
Seltenes Krankheitsbild, hoch spezialisierte Betreuung: Dr. Rolf Koschorrek informierte sich in den Einrichtungen am Langen Peter und in der Ansgarstraße.
Bei der Betreuung von an Chorea Huntington Erkrankten nimmt Itzehoe einen bundesweiten Spitzenplatz ein, die Gesellschaft für gerontopsychiatrische Senioreneinrichtungen (GPS) betreibt sogar die größte spezialisierte Einrichtung in Europa. Bei einem Besuch der Häuser am Langen Peter und in der Ansgarstraße informierte sich der Bundestagsabgeordnete Dr. Rolf Koschorrek über die Erfahrungen mit der früher aufgrund von typischen Bewegungsstörungen „Veitstanz“ genannten Hirnerkrankung, für die es immer noch keine Heilung gibt.
Geplant, berichtete Heimleiterin Claudia Rühmann, war die einzigartige Spezialisierung der Itzehoer Einrichtung eigentlich nicht. Eine als Versuchsballon für Chorea Huntington eingerichtete Station stieß allerdings auf derartig starke Resonanz, dass das Angebot praktisch von selbst in den Vordergrund rückte. „Heute betreuen wir rund 170 Patienten, die aus dem gesamten Bundesgebiet stammen“, sagte Claudia Rühmann. Viele Pflegekonzepte mussten – schon mangels Vorbild und Erfahrung – vor Ort entwickelt werden. „Wir wachsen täglich in unseren Aufgaben“ beschrieb Pflegedienstleitung Cathleen Finke eine Angebotspalette, die von betreuten Wohngruppen im frühen Krankheitsstadium bis zur Versorgung von Schwerstpflegefällen am Ende des Kranheitsverlaufes reicht. Die nicht eben leichte pflegerische Arbeit bei der oft mit Persönlichkeitsveränderungen und psychiatrischen Symptomen einhergehenden Krankheit lässt die Itzehoer Einrichtung auf intensive Fort- und Ausbildung setzen. „Ausreichend qualifiziertes Personal zu bekommen, ist für uns schwierig, zudem ist die Krankheit so selten ist, dass viele Pflegekräfte bei uns zum ersten Mal überhaupt mit ihr in Kontakt kommen. Das macht eine Einarbeitung umso wichtiger – die meisten unserer Mitarbeiter sind seit Jahren bei uns und haben sich immer weiter qualifiziert“, sagte Claudia Rühmann.

Dr. Rolf Koschorrek MdB (rechts) im Gespräch mit einigen Teilnehmern des Dämmerschoppens: Max-Wilhelm Freese (Kreisschatzmeister aus Hasenkrug), Merle Lauff (CDU Neumitglied aus Bad Bramstedt), Christoph J. Lauff (Mitglied im Kreisvorstand),Volker Dornquast (Landtagsabgeordneter).
Bad Bramstedt – Der Bundestagsabgeordnete Dr. Rolf Koschorrek traf sich am Freitagabend mit einigen Funktionsträgern aus seinem Wahlkreis zu einem Dämmerschoppen im Bramstedter Wappen. Diskutiert wurden die aktuellen Themen rund um den Euro, die Energiewende, der demographische Wandel sowie die Sozial- und Gesundheitspolitik. Der CDU Bundespolitiker und Präsident des Bundesverbandes Freier Berufe kann sich der Unterstützung der Christdemokraten aus Bad Bramstedt und Bramstedt Land bei seiner Nominierung zur Kandidatur im Bundestagswahlkreis 3 am Montag, 29. Oktober um 19 Uhr im Colosseum in Wilster gewiss sein. Das ist das Fazit dieser Begegnung.
Die Bewerbung anderer Kandidaten sieht Koschorrek als sportlichen Wettbewerb. 2005 waren insgesamt 10 Bewerber zur Nominierung in Wilster angetreten. Der Zahnarzt aus Bad Bramstedt hatte das Rennen wie 2009 deutlich für sich entschieden und den Wahlkreis jeweils direkt gewonnen. Im Kreis Segeberg gehören zum Wahlkreis Steinburg/Dithmarschen Süd: Bad Bramstedt und die Gemeinden aus dem Amt Bad Bramstedt-Land (Armstedt, Bimöhlen, Borstel, Föhrden-Barl, Fuhlendorf, Großenaspe, Hagen, Hardebek, Hasenkrug, Heidmoor, Hitzhusen, Mönkloh, Weddelbrook, Wiemersdorf).
„Es ist absolut nicht akzeptabel, wenn die Hamburger Hafenbehörde jetzt den mit Giftstoffen belasteten Schlick, den sie aus den Zufahrten der Containerhäfen herausholt, vor dem Schleswig-Holsteinischen Elbufer vor St. Margarethen ablegen will.
Hamburg steht jetzt offenbar unter starkem Zeitdruck, weil das Ausbaggern dringend notwendig ist, um den Betrieb der Containerhäfen aufrecht zu erhalten. Aber es ist keine Lösung, den belasteten Schlamm einfach ein Stück weiter flussabwärts bei uns an der Unterelbe zu entsorgen.
Es war bereits seit 2008 klar, dass der Hamburger Hafenschlick 2011 letztmalig vor Helgoland verklappt werden durfte. Unser damaliger Umweltminister von Boetticher (CDU) sagte damals deutlich genug, dass es keinen weiteren Folgevertrag Schleswig-Holsteins mit Hamburg über Sedimentverlagerungen aus der Tideelbe geben wird. Zumindest seit diesem Zeitpunkt musste der Hamburger Behörde klar sein, dass sie eine Alternative zu der Verklappung vor Schleswig-Holstein suchen muss.
Das Zusammenwachsen der Elbregion zu einem prosperierenden Wirtschafts- und Kulturraum war und bleibt eines unserer zentralen politischen Ziele. Das beinhaltet aber nicht, dass wir den belasteten Hafenschlick aus Hamburg vor unserem Ufer aufnehmen. Ich fordere die neue Kieler Landesregierung auf, sich an die Beschlüsse von 2008 zu halten und einen entsprechenden Antrag Hamburgs abzulehnen.“
