Dr. Rolf Koschorrek, MdB: Für die Entwicklung eines innovativen Verfahrens zur effizienten, aber gleichzeitig energiesparenden Abwasserreinigung erhält die CONDIAS GMBH aus Itzehoe eine Förderung des Berliner Forschungsministeriums. Das Projekt kostet insgesamt gut eine halbe Million Euro. Davon trägt der Bund 387.324,- Euro.
Das Förderprogramm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unterstützt mit dieser ersten Fördermaßnahme zum Themenbereich “Risikomanagement von neuen Schadstoffen und Krankheitserregern im Wasserkreislauf” das Vorhaben “Nachhaltiges Wassermanagement”. Die Projektlaufzeit begann am 1. November 2011 und endet am 31. Oktober 2014. Mit dem Rahmenprogramm “Forschung für nachhaltige Entwicklung (FONA)” entwickelte das BMBF eine Grundlage zur nachhaltigen Schaffung einer zukunftsfähigen und nachhaltigen Gesellschaft. Das Förderprojekt ist ein Teil dieser Strategie.
Die von CONDIAS entwickelte Technologie ist ein elektrochemisches Verfahren auf Basis von Diamantelektroden. Dabei werden durch elektrochemische Wasserspaltung kontrolliert extrem reaktive Hydroxylradikale erzeugt, die Wasserinhaltsstoffe unselektiv und schnell oxidieren bzw. eliminieren. Die CONDIAS GmbH wurde im Jahr 2001 aus dem Itzehoer Fraunhofer Institut ausgegründet und entwickelt und produziert leitfähige diamantbeschichtete Elektroden, Elektrodenbaugruppen und elektrochemische Zellen.

Abgeordnete zu Gast beim Grünkohlessen: Frank Ritter mit Heiner Rickers und Dr. Rolf Koschorrek (v.l.)
Gleich zwei prominente Politiker konnte der Ortvorsitzende Frank Ritter zum traditionellen Grünkohlessen der Hohenlockstedter CDU begrüßen: Der Bundestagsabgeordnete Dr. Rolf Koschorrek berichtete über die aktuelle Lage in Berlin, sein Landtagskollege Heiner Rickers steuerte den Blick auf die Landespolitik bei.
Begeistert zeigte sich Koschorrek vom Krisenmanagement der Kanzlerin: “Angela Merkel ist einfach unglaublich souverän – das hat ihr selbst von der Opposition erheblichen Respekt eingebracht.” Eine konsequente Arbeitsmarktpolitik mit passgenauen Lösungen wie Kurzarbeit habe wesentlich dazu beigetragen, Deutschland gestärkt aus der Finanzkrise hervorgehen zu lassen. “Wir haben 300000 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr, die Firmen suchen händeringend Auszubildende, der Facharbeitermarkt ist praktisch leer gefegt”, zog Koschorrek Bilanz.
Einblicke in landespolitische Detailarbeit gab Heiner Rickers, der auf zahlreiche gesetzliche Neuregelungen, die direkt oder indirekt den ländlichen Raum betreffen, einging. Gerade im Bereich des Naturschutzes habe es deutliche Vereinfachungen und Anpassungen an die Praxis gegeben, betonte Rickers: “Wir haben eine gute Balance für Umweltschutz und Landwirtschaft gefunden. Vernünftige, variable Ausgleichsmaßnahmen sorgen dafür, dass der Natur etwas zurückgegeben wird, ohne dass der Verbrauch der knappen Flächen weiterhin dramatisch ansteigt.”
Im Jahr 2012 steht als großes gesundheitspolitisches Thema die „Pflege“ auf der Agenda der Regierungsparteien. Wir haben jetzt den Referentenentwurf zum „Pflege-Neuausrichtungsgesetz“ vorliegen. Demnach werden die Leistungen der Pflegeversicherung mit Beginn des Jahres 2013 auf die besonderen Bedürfnisse von Demenzkranken hin ausgeweitet. Dem ambulanten Leistungsangebot werden Betreuungsleistungen für Demenzkranke hinzu gefügt. Bisher umfassten sie lediglich eine Grundpflege und hauswirtschaftliche Versorgung. Von den Leistungsverbesserungen profitieren etwa 500.000 Pflegebedürftige und ihre Angehörigen.
In der vergangenen Wahlperiode haben wir dafür gesorgt, dass Demenzpatienten erstmals in die Pflegeversicherung einbezogen wurden. Mit dem jetzigen Maßnahmenkatalog verbessern wir die Leistungen. Einig sind wir uns mit dem Koalitionspartner auch über die Notwendigkeit, den Pflegebedürftigkeitsbegriff neu zu definieren. Er soll sich stärker an der Selbständigkeit orientieren und nicht, wie bisher, an einer stark verrichtungsbezogenen Beurteilung. Besonders Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz sollen davon profitieren.
Desweiteren werden Maßnahmen zur Förderung alternativer Wohn- und Betreuungsformen veranlasst, die Rehabilitation gestärkt und pflegende Angehörige unterstützt. Finanziert werden die Leistungen aus einer Beitragssatzerhöhung von 0,1 Prozent zum 1.1.2013.
